In letzter Zeit hab ich echte Schlafstörungen, bedingt durch den dauernden Schlafzykluswechsel (omg) da ich manchmal schon elendig früh auf sein muss, aber an anderen Tagen wiederum schlafen kann so lang ich möchte.
Ich verpasse regelmäßig meine Schlafphasen (Zeiten zu denen man müde wird) weil ich denke, dass schlafen eine Zeitverschwendung ist. Obwohl ich natürlich weiß, dass dadurch mein nächster Tag zur Qual wird bleibe ich länger als ich sollte auf. (viel länger)

Das schaukelt sich dann zu Abenden hoch wo ich mich in der vorigen Nacht zwar ausgeschlafen habe aber dann bis um ca. 4 in der Früh nicht müde werde, da ich aber am nächsten Tag topfit sein sollte, jedoch nur ~3 Stunden geschlafen habe versau ichs mir immer wieder und bin dann den ganzen Tag schlecht drauf.

Leider ist Schlafen eine notwendige Zeitverschwendung, obwohl der Schlaf im Unterbewussten vermutlich viele positive Dinge (Assoziierung, Effektive Ordnung von Information, Kategorisierung, Priorisierung, usw.) bewirkt, stiehlt er uns Zeit und das jeden Tag.


Ich habe auch echt eine Blockade gegen früh schlafen gehen entwickelt, um 23:00 denk ich mir immer "vieel zu früh" und wenn ich dann das nächste Mal auf die Uhr schaue ist’s schon 3:00 o.ä.
Power-Napping wär ganz praktisch, aber leider wird das in der Arbeit und auch auf der Uni nicht so gern gesehen wenn man plötzlich meint seine 20 Minuten schlafen zu müssen und sich auf irgendeinen Tisch legt…hm na gut, vor allem in der Arbeit auf der Uni merkt’s ja eigentlich keiner…

Schlafen macht’s echt aus, wenn ich ausgeschlafen bin kann ich regelrecht feststellen, dass was weitergeht, dass ich was lese und das in meinem Hirn stecken bleibt oder dass ich etwas programmiere woran ich mich müde nicht mal herangewagt hätte weil es so kompliziert ist, dass ich es sonst nur noch schlimmer gemacht hätte anstatt das Problem zu beheben.
Ich schätze das müsste man als Teil des GTD (Getting Things Done) sehen und nicht nur "Bessere ToDo-Listen schreiben" ála Lifehacker naja, weiß nicht ich drifte vom Thema ab…

Kernursache jedoch bleibt, dass ich meine Schlafzyklen nicht plane und daher immer wieder meine biologische Uhr in den Teufelskreis der Neu-Einstellung treibe. Dazu kommen noch die ganzen Unnatürlichen Wachmacher wie Kaffee, Dextro, Massiv Zuckerhaltige Hodengetränke (trink ich zwar nie, aber passt dazu) und ähnliche Konsorten der Lebensmittelindustrie. Auch der Zeitpunkt des Essens ist ausschlaggebend und nicht zu verachten, aber hach das führt grad alles zu weit…

Ein anderes Thema sind wiederum Träume. Ich kann mich nur extrem selten an meine Träume erinnern und komischerweise hat das wohl auch mit dem Alkoholpegel zu tun. Ich mein, ich bin mir im klaren darüber, dass ohne ordentlichen Schlafrhythmus und langen Beta-/Gamma- keine Ahnung Phasen die Erinnerung auch kaum möglich ist. (bevor hier wer klugscheißt) aber: Letztens nach einer Hochzeit auf der ich mich ziemlich betrunken hatte und komischerweise relativ früh aufgewacht bin am nächsten Tag um dann in die folgende Phase des Halbschlafs einzudringen, hatte ich extrem blumige fast luzide Träume, ich konnte sie regelrecht steuern, als würde ich einen Pfad angeben und mein Hirn rollt diesem dann mit meinem Unterbewusstsein im Huckepack entlang. Komisch zu erklären, aber das müsste ich wieder einmal ausprobieren ob das nun wirklich alkoholabhängig ist *g*

Was ich feststellen konnte ist, dass der Tipp, dass man nicht versuchen soll sich an den Traum selber zu erinnern sondern an das Gefühl das man in diesem Traum hatte kurz nachdem man aufwacht, hilfreich ist und bei mir schon ein paar Mal funktioniert hat.

Ach ich spam schon wieder mein Blog voll … und wer das bis hier gelesen hat, dem bin ich sowieso äußerst dankbar für das Interesse. :)
Jetzt versuch ich mal zu schlafen und meinem Hirn die Chance zu geben einmal ohne mich auszukommen. (Achtung höchst Philosophisch!)
Ist man man selbst wenn man träumt oder ist man dann sein Hirn als Komplex ohne effektive "Seele" und eigentliche Intelligenz, oder anders formuliert: Ist der Mensch ohne Kontrolle über seine Bewusstseins-/Unterbewusstseinsbarriere noch der gleiche Mensch oder ist die Frage gleichgültig da man auch keine Kontrolle über den Körper hat?

Naja, das wird zu viel … gute n8